Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

 

Energieeffizienzpreis des Landes Brandenburg


Das Ministerium für Wirtschaft und Energie verleiht jährlich den Energieeffizienzpreis des Landes Brandenburg. Am 10. September 2018 wurden die folgenden Preisträger mit einer Prämie von je 5.000 Euro ausgezeichnet.

Unternehmenspreis:
Der Unternehmenspreis ging an den Nahkauf Fahrland, den die Unternehmensgruppe Schramm betreibt. 1995 als Tante-Emma-Laden mit 65 Quadratmetern übernommen, ist der Markt mittlerweile auf eine Verkaufsfläche von 930 Quadratmetern gewachsen. Trotz der Erweiterung des Kühlregalangebots (von 21,25 auf 35,5 Meter) und der Kühltruhen (im Temperaturbereich von 2 bis 5 Grad Celsius) wird hier Strom gespart. Insgesamt haben gezielte Energieeffizienzmaßnahmen die Energiekosten um 32 Prozent gesenkt. Alle Maßnahmen können auf andere Unternehmen übertragen werden. Das gilt besonders für den Handelsbereich. Das Beispiel Nahkauf zeigt, dass sich auch kleine energieeffiziente Unternehmen gegen größere Handelsketten behaupten können.


Sonderpreis:
Den Sonderpreis erhielt das Unternehmen deematrix Energiesysteme GmbH aus Fürstenwalde. 2005 gegründet, hat sich die Firma Ende 2012 komplett auf Energiespeichertechnik spezialisiert. Damit ist deematrix eines der technologisch führenden deutschen Unternehmen im Bereich der saisonalen Energiespeicherung. Europaweit vertreibt es als einziger Hersteller den zum Patent angemeldeten Langzeitenergiespeicher eTank und liefert den dynamischen deematrix-Energiemanager. Die Firma optimiert mit diesem Produkt Energieeffizienz und verbindet dies mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Ein Beispiel hierfür ist der Kindergarten in Britz. Dieser verfügt über Solarmodule auf dem Dach der Kita und einen Energiespeicher in der Erde.

Kommunenpreis:
Die Stadt Eberswalde erhielt den Kommunenpreis. Mit dem Bürgerbildungszentrum „Amadeu Antonio“ hat die Stadt ein Haus der Bildung, Beratung und Begegnung gegründet. Das historische Gebäude steht im Zentrum Eberswaldes und wurde ursprünglich als Höhere Töchterschule erbaut. Im Zuge einer umfassenden Sanierung tragen verschiedene Maßnahmen dazu bei, dass der Endenergiebedarf heute deutlich unter dem Anforderungswert der Energieeinsparverordnung (EnEV 2012) liegt. Hierfür wurden unter anderem eine Wärmepumpenanlage und ein neuer Gasbrennwertkessel (mit Biogas-Beimischung) eingebaut. So konnten bislang schon insgesamt mehr als 50.000 CO2-Äquivalente eingespart werden.