Filmland Brandenburg präsentiert sich auf der „Berlinale“

Minister Gerber: Gute Bedingungen am Medienstandort Babelsberg


Potsdam / Berlin, 6. Februar 2017. „Filmland Brandenburg – das ist seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. 2016 sind rund 300 deutsche und internationale Film- und Fernsehproduktionen in der Hauptstadtregion entstanden, nahezu die Hälfte davon in Brandenburg.“ Das sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute auf der traditionellen Brandenburger Pressekonferenz im Vorfeld der 67. Internationalen Filmfestspiele vom 9. bis 19. Februar in Berlin. Mit der im Mai 2016 fertig gestellten Außenkulisse von Studio Babelsberg, der „Neuen Berliner Straße“, sei ein wichtiges Fundament dafür gelegt worden, „dass die Studios auch weiterhin im Wettbewerb punkten können“. Allerdings sei es notwendig, die Rahmenbedingungen für die Medienwirtschaft in Deutschland weiter zu verbessern. „Andere Staaten wie Großbritannien und Frankreich sind uns da voraus. Unsere Filmindustrie muss auch international wettbewerbsfähig bleiben. Da ist der Bund gefragt“, erklärte der Minister.

Bei der Berlinale laufen fünf vom Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützte Filme im Wettbewerb, 16 weitere im offiziellen Festivalprogramm. „Bei den Filmfestspielen spiegelt sich auf den Kinoleinwänden auch das Filmschaffen unserer Region wider“, unterstrich Gerber. Das Filmland Brandenburg sei aber nicht nur auf die Babelsberger Filmstudios beschränkt, betonte der Minister: „Landesweit sind in Brandenburg 2016 wieder Film- und Fernsehproduktionen realisiert worden – in der Uckermark ebenso wie im Havelland, in Dahme-Spreewald ebenso wie in Ostprignitz-Ruppin. Denn das Land ist auch ein attraktiver Standort für Außendrehs. Allein in Potsdam-Mittelmark wurden im vergangenen Jahr für 32 Produktionen gedreht, 24 Außendrehs gab es in Potsdam und 19 in Teltow-Fläming. Von der Filmförderung profitieren alle Regionen des Landes.“

Albrecht Gerber hob hervor, dass der Medienstandort Babelsberg längst nicht mehr allein für erfolgreiche Filmproduktionen stehe. „Medien- und Informationstechnologien wachsen hier immer mehr zusammen“, sagte der Minister und verwies auf den dynamisch wachsenden Wirtschaftszweig rund um die Virtual Reality (VR). „Das ist mehr als eine Technologie, das ist ein interdisziplinärer Aufbruch. Per Knopfdruck werden buchstäblich neue Welten betreten. Das bietet nicht nur für den Medienbereich, sondern für viele Branchen und Industriezweige ungeahnte Möglichkeiten, sich neue Marktsegmente zu erschließen“, unterstrich der Minister. In Babelsberg finde der Bereich Virtual Reality, der eng verzahnt sei mit den Bereichen Film und Fernsehen, Games, Storytelling, Design sowie den Informationstechnologien, ideale Bedingungen vor.  „Die Unternehmen in der Medienstadt sind da auf einem sehr guten Weg“, sagte Minister Gerber.