Solarzellen Detailaufnahme Foto: Markus Spiske, Pixabay

Photovoltaik und Solarthermie

Photovoltaik und Solarthermie sind technische Verfahren zur Energiegewinnung aus Sonnenstrahlung und Sonnenlicht. Bei der Solarthermie wird die Sonnenenergie mittels Solarkollektoren zum Heizen verwendet. Bei der Photovoltaik wird solare Strahlungsenergie mithilfe von Solarzellen direkt in elektrische Energie (Strom) umgewandelt.


Mit der Energiestrategie 2030 strebt Brandenburg eine installierte elektrische Leistung aus Photovoltaik (PV) von 3.500 MW an. Im Jahr 2016 wurden bereits 3.270 MW erreicht. Mit dieser Menge könnte man – um dies etwas anschaulicher zu machen - etwa 800.000 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte versorgen.

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Anlagen

Die Anlagengröße variiert zwischen kleinen Anlagen auf Eigenheimen (sogenannten Aufdachanlagen), genossenschaftlichen Projekten und Bürgersolaranlagen sowie Großanlagen zwischen 10 MW und über 100 MW auf Brachen oder ehemals militärischen Flächen (Konversionsflächen ). Ein Beispiel für eine Photovoltaikanlage auf einer früheren Militärfläche ist der Flugplatz in Neuhardenberg.

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern liegt Brandenburg mit etwa über 31.500 Anlagen mit einer Leistung 3.270 MW seit einigen Jahren auf dem fünften Platz nach Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Anders als die meisten anderen Bundesländer verfügt Brandenburg über viele für Photovoltaik nutzbare Konversionsflächen.

Mit der EEG-Novelle 2014 wurde die Förderung für Photovoltaik-Anlagen deutlich reduziert und Freiflächenanlagen auf maximal 10 MW installierter Leistung verringert. Seit 2015 werden große Neuanlagen nur noch über Ausschreibungen gefördert. Bei diesen Ausschreibungen ist Brandenburg bislang Spitzenreiter.

Eigennutzung von Strom aus Photovoltaik

Durch die neue Möglichkeit, eine Solarbatterie zu verwenden, gewinnt die Eigennutzung von Solarstrom als wirtschaftliches Geschäftsmodell an Bedeutung. Die ist besonders da relevant, wo der Preis für die bezogene Energie deutlich über der Einspeisevergütung für Strom aus solarer Strahlungsenergie liegt. Wird mehr des PV-Stroms im Gebäude verbraucht (zum Beispiel Nutzung von PV-Strom in der Nacht), muss weniger Strom aus dem allgemeinen Versorgungsnetz bezogen werden.

Wärmeerzeugung aus Solarenergie

Alternativ zur Stromerzeugung dienen thermische Solaranlagen vor allem auf Gebäuden der Wärmegewinnung. Diese wird für die Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung in der Übergangszeit gewonnen. Die Größe ausgeführter Anlagen reicht vom Eigenheim über Projekte im Geschosswohnungsbau bis zur industriellen Anwendung.

Der Ausbau der Thermosolaranlagen ist deutlich geringer als bei Photovoltaik-Anlagen und noch steigerungsfähig. Insgesamt gibt es in Brandenburg etwas mehr als 20.000 Anlagen mit gut 200.000 m² Kollektorfläche.

In welchen Kreisen oder Gemeinden sich wie viele Anlagen befinden, zeigt der Energie- und Klimaschutzatlas Brandenburg.