Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

„Konversion in Brandenburg ist erfolgreiches Jahrhundertprojekt“

Staatssekretär Fischer heute bei Abschluss des Konversionssommers in Strausberg

Strausberg, 30. Oktober 2019. „Die Konversion in Brandenburg war eine Aufgabe von historischer Dimension. Heute können wir sagen: Die Mühen haben sich gelohnt. 25 Jahre nach Abzug der russischen Truppen werden mehr als 90 Prozent der einstigen Militärflächen in Brandenburg wieder für zivile Zwecke genutzt. Nur durch die engagierte Zusammenarbeit von Bund und Land, Kommunen und Landkreisen konnte dieses Jahrhundertprojekt gelingen und zu einer Erfolgsgeschichte werden.“ Das sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer heute beim Abschluss des 22. Konversionssommers in Strausberg. Die 1997 vom Wirtschaftsministerium initiierte Veranstaltungsreihe wird seit 1998 vom Netzwerk der Konversionsgemeinden FOKUS (Forum für Konversion und Stadtentwicklung) ausgerichtet. Diesmal stand sie unter dem Motto „Doswidanja – 25 Jahre Konversion statt Garnison“. Das Ministerium für Wirtschaft und Energie hat den Konversionssommer 2019 mit 40.000 Euro gefördert.

FOKUS richtete den Blick zurück auf den 31. August 1994 – den Tag, an dem die russischen Truppen Brandenburg offiziell verlassen hatten. Geblieben waren Zigtausende Hektar ehemals militärisch genutzter Flächen, von denen das Land Brandenburg rund 100.000 Hektar vom Bund übernahm. Auf diesen Flächen sind neue Wohnungen, Bildungs- und Kulturstätten, Energieparks, Stromspeicher, Natur- und Erholungsgebiete entstanden. Nur einige wenige Brachflächen sind nach wie vor ungenutzt. Sei es, weil es sich um Truppenübungsplätze handelt, die mit Munition und sonstigen Altlasten kontaminiert sind. Sei es, weil es bedeutsame Gebäude- und Flächenensembles sind, die unter Denkmalschutz stehen. Hierfür Lösungen zur Nachnutzung zu finden, erfordere Kreativität und Ausdauer, sagte Staatssekretär Fischer.

Lobend äußerte sich der Staatssekretär über die Wanderausstellung „25 Jahre Truppenabzug – Konversion in den FOKUS-Gemeinden im Land Brandenburg“, die die brandenburgischen Konversionsgemeinden in diesem Jahr erarbeitet haben. Die Ausstellung war zum Auftakt in Potsdam zu sehen und wird nun zwei Jahre lang an verschiedenen Orten in Brandenburg gezeigt. Sie bietet einen Überblick, was die FOKUS-Kommunen seit 1994 durch erfolgreiche Konversion zum Strukturwandel in Brandenburg beigetragen haben und welche Aufgaben noch zu bewältigen sind.