Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

 

Fischer: Symbiose von Kunst und Energieerzeugung

E-Werk Luckenwalde eröffnet als „Zentrum für Kunststrom und zeitgenössische Kunst“

Luckenwalde, 14. September 2019. „Technik und Kunst sind zwei Bereiche, die in den Köpfen vieler Menschen getrennt voneinander existieren. Anders im E-Werk in Luckenwalde. Hier wird künftig mittels Kunst Energie erzeugt und das Haus damit autark versorgt. Kunst und Energieerzeugung gehen eine Symbiose ein – ein sehr kreativer, aber gleichwohl zukunftsweisender Ansatz. Denn er zeigt, dass wir in Sachen Energieversorgung der Zukunft über die Grenzen des vermeintlich Möglichen und Machbaren hinausdenken müssen. Auch wenn Kunststrom nicht den Erfolg der Energiewende sichern kann, so ist dies doch ein Beitrag, der zum Nachdenken über alternative Formen der Energieerzeugung anregt.“ Das sagte der Staatssekretär im Wirtschafts- und Energieministerium Hendrik Fischer heute bei der Eröffnung des E-Werks in Luckenwalde als „Zentrum für Kunststrom und zeitgenössische Kunst“.

Zudem sei Luckenwalde mit dem neuen Kunstzentrum um eine Attraktion reicher, so der Staatssekretär weiter. „Ich bin überzeugt, dass das E-Werk nicht nur für Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland als Ort für Ausstellungen und Projektarbeit interessant sein, sondern auch viele Kunstfreunde anziehen wird“, sagte Fischer. Dass das ehemalige Elektrizitätswerk, das lange leer stand, nun gerade als Kunststrom-Kraftwerk reaktiviert wird, sei „eine passende Nutzung“.    

Hintergrund:

Der Steinbildhauer Pablo Wendel gründete 2012 in Stuttgart die „Performance Electrics“ als gemeinnützigen Stromanbieter zur Produktion und Bereitstellung von „Kunststrom“. Im November 2017 erwarb die Performance Electrics gGmbH das ehemalige Elektrizitätswerk in Luckenwalde. Die 350 Quadratmeter große historische Turbinenhalle mit angrenzendem Maschinenraum sowie Außenanalgen werden fortan für Ausstellungen und weitere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Das Haus unter der künstlerischen Leitung von Pablo Wedel und Helen Turner soll komplett mit Kunststrom betrieben werden. Zudem plant die Performance Eletrics  gGmbH, Energie ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Nach eigenen Angaben ist Performance Electrics der weltweit einzige Stromanbieter, der Kunststrom produziert und bereitstellt. Die Gesellschaft verfügt über ein Kundennetzwerk von Museen, Institutionen und Privathaushalten und reinvestiert ihren Gewinn zu 100 Prozent in Kultur und Kunststrom-Technologie.