Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

Kooperation zwischen BTU und Apworks stärkt Lausitz

Ministerin Münch und Minister Steinbach: Wissenschaft und Wirtschaft schaffen neue Leuchttürme im Süden Brandenburgs

Cottbus, 8. März 2019. Wissenschaftsministerin Martina Münch und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach begrüßen die heutige Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Branden­burgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und dem bayerischen Unternehmen Apworks in Cottbus. „Mit der Ansiedlung von Apworks in Cottbus und der Kooperation mit der BTU entstehen neue Leuchttürme, die weit über die Region hinausstrahlen werden. Die Lausitz ist attraktiv für Forscherinnen und Forscher, aber auch für Fachkräfte aus der Industrie“, so Münch und Steinbach.  

Wirtschaftsminister Steinbach: Wenn sich ein innovatives Unternehmen in Brandenburg ansiedelt, dann ist das immer eine gute Nachricht. Wenn dieses Unternehmen zu einem führenden Konzern gehört und diese Ansiedlung dann auch noch in der Lausitz stattfindet und einen Beitrag zur dortigen Strukturentwicklung leistet – dann ist der Freude nichts mehr hinzuzufügen. Das Beispiel Apworks zeigt wie unter einem Brennglas, wie wichtig das Zusammenspiel von Wirtschaft und Wissenschaft ist. Eine innovative Wirtschaft gibt es nur mit einer starken Wissenschaft.“ Die Entscheidung von Apworks für Cottbus reihe sich ein in einen ganzen Strauß von Ansiedlungsentscheidungen für die Lausitz, unterstrich Minister Steinbach. Er verwies unter anderem auf das vom Bundesumweltministerium initiierte und im Aufbau befindliche Kompetenzzentrum in Cottbus, das sich mit dem Klimaschutz in energieintensiven Industrien beschäftigen wird.

Wissenschaftsministerin Münch: „Die Kooperation zwischen der Brandenburgischen Technischen Universität und der Apworks GmbH zeigt, wie aus Spitzenforschung und Hochleistungstechnologie neue wirtschaftliche Standbeine für die Lausitz entstehen können. Das ist nicht nur beispielhaft für die Umsetzung der Transferstrategie des Landes, sondern stärkt auch den Forschungsstandort Lausitz und damit die Strukturentwicklung in der Region. Die begonnene Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wollen wir weiter ausbauen und den Wissenstransfer verstärken. Dies ist wesentlich für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Region“, so Münch. Um diesen Prozess zur Strukturentwicklung in der Lausitz weiter voranzutreiben, haben wir für die Beschaffung des 3DLAB im Rahmen der aktuellen Kooperation rund 12,5 Millionen Euro eingeplant. Weitere Landesmittel stehen für den Start des Fraunhofer-Instituts für Energieinfrastruktur und Geothermie sowie für den Aufbau des DLR-Instituts für CO2-arme Industrieprozesse bereit. Mit diesen langfristig angelegten und nachhaltigen Neuansiedlungen bringen wir die Lausitz weiter voran.“

Das bayerische Unternehmen Apworks siedelt sich künftig mit einer Niederlassung in Cottbus an. Die Apworks GmbH ist eine 100-prozentige Tochterfirma von Premium Aerotec, einem Unternehmen von Airbus. Das Unternehmen macht Technologien und Innovationen aus der Luftfahrt für die Industrie nutzbar. Apworks wird im Rahmen der heute unterzeichneten Kooperation eng mit der Branden­burgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg zusammen­arbeiten, an der das neue Forschungslabor ‘3DLAB‘ entstehen soll. Im ‘3DLAB‘ sollen künftig alle Prozessschritte des 3D-Drucks erforscht werden, um beispielsweise ultra-leichte Bauteile für die Luftfahrt oder Ersatzteile für unterschiedliche Industriezweige herzustellen. Insbesondere der von Airbus patentierte Aluminiumwerkstoff Scalmalloy®, der besonders hohe Leichtbaugrade ermöglicht, soll an der BTU weiterentwickelt werden.