Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

Mehr als drei Millionen Euro Förderung für Schleuse Friedenthal

Staatssekretär Fischer übergibt heute den Zuwendungsbescheid in Oranienburg

Oranienburg, 16. Januar 2019. Das Zentrum von Oranienburg soll wassertouristisch an die Ruppiner Gewässer angebunden werden. Dazu wird die ehemalige, 1959 zugeschüttete Schleuse Friedenthal neu errichtet und die Schiffbarkeit der Oranienburger Havel in diesem Bereich wiederhergestellt. Das Land Brandenburg unterstützt das Vorhaben mit 3.083.900 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Den Zuwendungsbescheid hat Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer heute dem Oranienburger Bürgermeister Alexander Laesicke übergeben. 

„Urlaub auf dem Wasser wird immer beliebter. Brandenburg bietet hierfür beste Voraussetzungen. Zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern verfügt die Mark über Europas größtes vernetztes Binnenwassersportrevier – mit 1.600 Kilometern mit Motorbooten und 6.500 Kilometer mit nicht motorisierten Booten befahrbaren Wasserläufen allein in Brandenburg“, sagte Staatssekretär Fischer. Mit einem jährlichen Bruttoumsatz von 200 Millionen Euro habe sich die Wassertourismusbranche in Brandenburg zu einer wichtigen tourismuswirtschaftlichen Säule entwickelt. „Der weitere Ausbau der wassertouristischen Infrastruktur und damit auch die Vernetzung der bestehenden Wassersportreviere sind wichtige Voraussetzungen, damit sich das Reiseland Brandenburg als Wassertourismusregion noch besser profilieren kann“, so Fischer weiter.

Mit dem Neubau der Schleuse Friedenthal wird die „Sackgassenlage“ des Oranienburger Schlosshafens aufgehoben. Es entsteht über das Zentrum von Oranienburg eine direkte Verbindung zwischen der Landeswasserstraße „Ruppiner Gewässer“ und der Bundeswasserstraße „Obere Havel Wasserstraße“. Das Vorhaben bildet eine Gesamtmaßnahme mit dem ebenfalls GRW-geförderten Ausbau des Werbellinkanals und der Wiederschiffbarmachung des „Langen Trödels“.

Hintergrund:

Die Landkreise Barnim, Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin sowie die Städte Eberswalde, Neuruppin, Oranienburg, Templin, Liebenwalde und die Gemeinden Fehrbellin und Wandlitz arbeiten in der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN) zusammen. Ziel der Initiative ist es, mit der Umsetzung wassertouristischer Projekte den naturverträglichen Wassertourismus weiter zu entwickeln. Da zu gehört die Instandsetzung, Modernisierung und nachhaltige Aufwertung historisch gewachsener touristischer Infrastrukturen als Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Der Ausbau der wassertouristischen Infrastruktur ist Bestandteil des Koalitionsvertrages der brandenburgischen Landesregierung. WIN ist zudem Bestandteil des vom Wirtschaftsministerium erarbeiteten Landestourismuskonzepts sowie des Wassersportentwicklungsplans. Auch auf Bundesebene gilt WIN als ein wichtiges wassertouristisches Projekt. Im Rahmen der Umsetzung der Bundestagsinitiative „Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ ist WIN als Pilotprojekt gelistet. Deswegen beteiligt sich der Bund auch mit der Hälfte der Gesamtinvestitionen an der Widerherstellung der Friedenthaler Schleuse.  

Ziel ist, das gesamte WIN-Netz (ca. 340 Kilometer befahrbare Strecke) vom Südende der Müritz über die Rheinsberger sowie die Ruppiner Gewässer bis hin zum Finowkanal mit dem Schiffshebewerk Niederfinow sowie in den Werbellinsee hinein so zu vernetzen und auszubauen, dass im Gesamtgebiet das Fahren von Charterhausbooten mit Charterschein möglich und zulässig ist.