Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

 

„Wachstumskerne sind Schrittmacher wirtschaftlicher Entwicklung“

Wirtschaftsminister Gerber legt RWK-Bericht vor – Land beschließt neue Projekte

Potsdam, 4. September 2018. „Die Konzentration der Förderung auf regionale Wachstumskerne hat die Wirtschaft Brandenburgs in den vergangenen Jahren deutlich vorangebracht Die Wachstumskerne sind Schrittmacher der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie sind mehr denn je die wichtigsten Wirtschafts- und Arbeitsmarktzentren Brandenburgs. Und vieles deutet darauf hin, dass sich der Wachstumstrend weiter fortsetzen wird.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute zu dem vom Wirtschaftsministerium erarbeiteten neuesten Wachstumskern-Bericht.   

Die Arbeitsplatzdichte in allen regionalen Wachstumskernen (RWK) liege deutlich über dem Landesdurchschnitt, sagte der Minister. Verzeichnete Brandenburg 2017 durchschnittlich 334 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte je 1.000 Einwohner, waren es in den Wachstumskernen zwischen 384 und 556. Der Vorsprung habe sich in den vergangenen Jahren stetig vergrößert, „denn in fast allen Wachstumskernen hat die Arbeitsplatzdichte erheblich stärker zugenommen als im Durchschnitt des Landes Brandenburg“.

Weiteres Indiz für die starke RWK-Entwicklung sei der zumeist positive Pendlersaldo. „Die Menschen kommen in die Wachstumskerne, um hier zu arbeiten. Das belegt deren starke Ausstrahlung auf ihr Umland“, betonte Gerber. Auch seien die Wachstumskerne Investitionsschwerpunkte. Bei der Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur entfielen im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre fast 65 Prozent aller aus der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsförderung“ unterstützten Infrastrukturvorhaben auf die RWK.  

Spitze sind die Wachstumskerne auch beim Innovationsgeschehen: Mehr als 80 Prozent der 2017 in den Programmen „Brandenburgischer Innovationsgutschein“ und „ProFIT Brandenburg“ zugesagten Mittel gingen an Unternehmen, die ihren Standort in einem Wachstumskern haben.

Vergangenen Dienstag hat das Kabinett vier neue Wachstumskern-Maßnahmen beschlossen. Im Hafen Eisenhüttenstadt soll der Gleisanschluss ertüchtigt werden. Im RWK Oranienburg-Hennigsdorf-Velten wird ein regionales Clustermanagement für die Bereiche Biotechnologie, Life Sciences und Medizintechnik aufgebaut. Der Industriepark Schwarze Pumpe in Spremberg wird erweitert. Und es sind Investitionen in die Infrastruktur des Großräschener Industrie- und Gewerbegebiets „Woschkower Weg“ vorgesehen.

Insgesamt hat die Landesregierung seit Bestehen der Wachstumskerne 167 Projekte auf den Weg gebracht. 114 davon sind abgeschlossen.

Hintergrund:

2005 richtete Brandenburg seine Wirtschaftsförderung neu aus. Das wirtschaftspolitische Leitbild „Stärken stärken“ markierte die Abkehr vom Förderprinzip „Gießkanne“. Stattdessen richtete man den Fokus auf starke Branchen und verständigte sich auf die Förderung von 15 Regionalen Wachstumskernen, bestehend aus Städten und Städteverbünden, die vorrangig bei der Stärkung ihrer besonderen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale unterstützt wurden und werden.