Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)

 

Rekordergebnis für die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB)

Über 4.000 Arbeitsplätze - bestes Ergebnis seit der Gründung 2001

Potsdam, 7. März 2019. Die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) hat 2018 das beste Ergebnis seit ihrer Gründung 2001 erzielt. Mit 4.208 neuen und stabilisierten Arbeitsplätzen erreicht die Gesellschaft ein Rekordergebnis.


Das Investitionsvolumen ist mit 924 Millionen Euro das höchste der vergangenen zehn Jahre. Dahinter stehen 466 Investitions- und Innovationsprojekte. Hinzu kommen 3.633 Beratungen zum Thema Arbeit, 724 Dienstleistungen zur Außenwirtschaft und 425 Beratungen zum Thema Energie.

Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Energie, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, gratuliert der Wirtschaftsförderung Brandenburg:  „4.200 Arbeitsplätze sind ein stolzes Ergebnis! Die WFBB leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Strukturentwicklung im Land. Davon profitieren Unternehmen und Beschäftigte – und das im ganzen Land. Von Frankfurt (Oder) über Spremberg und Ludwigsfelde bis Pritzwalk erstrecken sich die Projekte der WFBB. Wichtig ist mir dabei die enge Zusammenarbeit zwischen der WFBB und den regionalen Wirtschaftsförderern: Gemeinsam sind wir stärker – und das brauchen wir im härter werdenden internationalen Standortwettbewerb. Brandenburg ist als Investitions- und Innovationsstandort gut aufgestellt. Ich danke dem Team der WFBB für die erfolgreiche Arbeit.“

WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt betont: „2018 war ein herausragendes Jahr für die Wirtschaftsförderung Brandenburg. Wir freuen uns über das beste Ergebnis seit der Gründung im Jahr 2001. Die WFBB konnte im vergangenen Jahr 51 Ansiedlungen neu für Brandenburg gewinnen und 37 Erweiterungen unterstützen. Motor der erfolgreichen Entwicklung ist die Industrie. 40 Prozent der Arbeitsplätze kamen in 2018 aus der Industrie. Noch höher ist der Anteil beim Investitionsvolumen: Drei Viertel der 900 Millionen Euro werden in Industrie-projekten investiert. Stark nachgefragt waren in 2018 die Fachkräfteservices der WFBB. 3.633 Beratungen haben wir im vergangenen Jahr 2018 durchgeführt. Die Fachkräfteservices sind ein Brandenburger Alleinstellungsmerkmal im internationalen Standortwettbewerb. Seit Gründung der Gesellschaft haben wir insgesamt 223 internationale Investitionen unterstützt.“

Zu den wichtigsten im Jahr 2018 begleiteten Investitionen zählt Dr. Kammradt den Neubau einer Betriebsstätte des japanischen Elektronikunternehmens Yamaichi in Frankfurt (Oder), die zweite Papiermaschine des österreichischen Unternehmens Hamburger Rieger in Spremberg sowie die Logistikzentren von MTU und von Lidl in Ludwigsfelde. Neu nach Brandenburg gekommen sind auch das britische Unternehmen Isansys in Potsdam mit digitalen Dienstleistungen in der Gesundheitswirtschaft, der dänische Recycling-Spezialist Tarpaper in Eberswalde und die Käserei von MINOA in Velten. Im Brandenburger Mittelstand hat die WFBB wichtige Erweiterungen begleitet: Beispielsweise bei Alutrim Europe in Kyritz, dem Zahnradwerk in Pritzwalk oder MAP Maschinen- & Apparatebau in Rathenow.

WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule streicht heraus: „2018 war auch ein ausgesprochenes Innovationsjahr. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, weil die Projekte die Innovationskraft des Standortes und damit seine Zukunftsfähigkeit stärken. Ein Großteil der von uns begleiteten 341 Innovationsprojekte und 37 Existenzgründungen ist mit Digitalisierung verbunden. Die Beratung zum Digitalisierungsgutschein, einem maßgeschneiderten Förderprogramm des Landes, macht inzwischen einen großen Teil unseres Innovationsgeschäfts aus. Hier zeigt sich, dass Unternehmen dieses Thema als Chance sehen. Als Energieagentur des Landes haben wir nicht nur 425 Unternehmen und Kommunen zur Energieeffizienz beraten und bei konkreten Projekten begleitet; wir engagieren uns mit einer neuen Beratungsstelle insbesondere für Kommunen nun auch stärker bei der Akzeptanz Erneuerbarer Energien im Land. In der Außenwirtschaft haben wir 724-mal Brandenburger Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte unterstützt. Zudem gehen wir das Thema Internationalisierung verstärkt branchen- und projektbezogen an: So werden die Firmen der Bergbau- und Kraftwerkswirtschaft zum Beispiel mit der Initiative ,MinGenTec – Mining & Generation Technology Made in Germany` unterstützt. Ein ähnliches Projekt haben wir nun in Bezug auf den Einsatz umweltfreundlicher Technologien in Ländern wie Georgien, Kasachstan und China gestartet, die ,Green Industries Brandenburg Initiative (GIBI)`.“

Zu den wichtigsten im Jahr 2018 begleiteten Innovations- und Gründungsprojekten zählt Saule die Unterstützung des Potsdamer Unternehmens breazy-health bei der Entwicklung eines digitalen Services für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen. Das Cottbuser Gründungsteam edrøm wurde bei der Entwicklung eines Stromgenerators zur mobilen Anwendung unterstützt und Pattarina aus Cottbus bei der Entwicklung einer App, mit der Schnittmuster direkt auf Stoff übertragen werden können. Die Firma MEYTEC aus Werneuchen wurde begleitet bei der Entwicklung von telemedizinischen Produkten zur Versorgung von Pflegepatienten. Das Potsdamer Unternehmen OVIVA hat eine Technologie für die medizinische Ernährungsberatung erfolgreich in den Markt eingeführt. Das Zahnradwerk Pritzwalk digitalisiert den Produktionsprozess. Das Unternehmen silvertex aqua aus Hoppegarten entwickelt eine neue Technologie zur Raumluftaufbereitung, die die Keim- und die Kohlendioxidbelastung in klimatisierten Räumen reduziert. Das Cottbuser Unternehmen Prof. Dr. Berg & Kießling schloss die Entwicklung eines mit einer Mikrogasturbine betriebenen Blockheizkraftwerkes erfolgreich ab. Die Entwicklung gestattet den Einsatz unterschiedlicher, bisher kaum genutzter Brennstoffe.