„Brandenburger Stahl muss international wettbewerbsfähig bleiben“

Wirtschaftsminister Gerber beim Neujahrsempfang in Eisenhüttenstadt


Eisenhüttenstadt, 10. Februar 2018. „Eisenhüttenstadt ist ein wichtiger Stahlstandort von internationalem Rang – und das soll auch so bleiben.“ Das sagte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber heute beim Neujahrsempfang der Stadt Eisenhüttenstadt. Die märkische Stahlbranche stelle gegenwärtig rund zehn Prozent des in ganz Deutschland produzierten Stahls her und sei damit ein echtes Schwergewicht, erklärte Gerber. Allerdings stünden die Stahlproduzenten in Deutschland derzeit vor großen Herausforderungen. Der europäische Emissionsrechtehandel sei im globalen Wettbewerb eine Belastung für die heimischen Unternehmen, die sich im Rahmen der Neuverhandlungen noch zu verschärfen drohe. Zudem flute Billigstahl aus anderen Ländern die Weltmärkte.

„Arbeitsplätze und Standorte hierzulande dürfen nicht durch einen verschärften Emissionsrechtehandel sowie unfaire Wettbewerbsbedingungen gefährdet werden“, erklärte Gerber. Gemeinsam mit der IG Metall und der Wirtschaftsvereinigung Stahl setze sich die Landesregierung dafür ein, dass brandenburgischer Stahl international wettbewerbsfähig bleibe. „Denn nur mit einer starken Industrie haben wir eine starke Wirtschaft. Deswegen werden wir uns weiterhin dafür stark machen, dass die Belastungen für die Stahlbranche und für energieintensive Unternehmen bei der Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels verringert werden“, erklärte der Minister.

Insgesamt habe Eisenhüttenstadt dennoch gute Voraussetzungen für ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018, sagte Minister Gerber. „Die Stadt ist ein sehr wichtiges Arbeitsmarktzentrum in Ostbrandenburg und hat als Wohnort für junge Leute ebenso wie für Familien deutlich an Attraktivität gewonnen“, sagte der Minister.