Illustration: MWE

Regionale Wachstumskerne

Mit der Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung verständigte sich Brandenburg auf die Förderung von 15 Regionalen Wachstumskernen (RWK). Diese bestehen aus Städten und Städteverbünden, die vorrangig bei der Stärkung ihrer besonderen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale unterstützt wurden und werden.


Die Wachstumskerne haben sich zu regionalen Arbeitsplatzzentren für ihr Umland entwickelt. Sie sind Motoren der Regionalentwicklung und spielen damit eine wichtige Rolle für die Entwicklung des gesamten Landes.

Seit 2005 unterstützt die Landesregierung die RWK gezielt. Sie haben Vorrang in verschiedenen Förderrichtlinien. Außerdem sind verschiedene Förderinstrumente ausschließlich den RWK vorbehalten. Dazu gehören unter anderem sogenannte Regionalbudgets und Regionalmanagements im Rahmen des Bund-Länderprogramms „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)".

In der laufenden Legislaturperiode soll die Förderung von Wachstumskernen und starken Branchen noch enger miteinander verzahnt werden. Seit November 2014 ist das Ministerium für Wirtschaft und Energie für die Koordinierung der Interministeriellen Arbeitsgruppe "Integrierte Standortentwicklung (IMAG ISE)" verantwortlich.

Karte Brandenburg Regionale Wachstumskerne klein

Für eine große Darstellung der Regionalen Wachstumskerne bitte auf das Bild klicken.

 

Die Interministerielle Arbeitsgruppe „Integrierte Standortentwicklung für Regionale Wachstumskerne“ (IMAG) bietet den Regionalen Wachstumskernen regelmäßig Workshops an.

Damit möchte die IMAG die Wachstumskerne insbesondere bei der Umsetzung der Querschnittsthemen unterstützen. Den RWK soll aber auch die Möglichkeit gegeben werden, sich untereinander und mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe auszutauschen, interessante Projekte zu präsentieren und voneinander zu lernen. Das Ministerium für Wirtschaft und Energie - als für den RWK-Prozess federführendes Ressort der Landesregierung - hat am 12. Mai 2016 einen Strategie-Workshop für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Regionalen Wachstumskerne des Landes Brandenburg veranstaltet. Im Mittelpunkt des Workshops standen strategische Fragen der weiteren Standortentwicklung, vor allem die großen räumlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungstrends, die für die Arbeit vor Ort in den kommenden Jahren wichtig sind.

Impulsvortrag für „berlinnahe“ RWK – Hans-Joachim Laesicke, Bürgermeister Oranienburg

Impulsvortrag für „berlinferne“ RWK – Annett Jura, Bürgermeisterin Perleberg

Räumliche Entwicklungstrends - Jan Drews, MIL/GL

Wettbewerb um Fachkräfte und Einwohner - Dr. Eike Wenzel, ITZ

Bestandsentwicklung und Neuansiedlungen - Dr. Steffen Kammradt, WFBB


Das Fachkräfteinformationssystem
der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) bietet Informationen zur Entwicklung zentraler Indikatoren für jeden einzelnen RWK.

Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)" haben Bund und Länder 2009 die Einführung des Fördertatbestandes "GRW-Regionalbudget" beschlossen. In Brandenburg dürfen nur die Regionalen Wachstumskerne ein Regionalbudget beantragen. Dieses kann eingesetzt werden, um regionale Kooperationen anzustoßen, für Stadt-Umland-Projekte, Standortmarketing, Fachkräftegewinnung und für andere Maßnahmen, die die regionale Wirtschaftskraft stärken.

Die RWK müssen sich hierfür mit ihrem umgebenden beziehungsweise angrenzenden Landkreis abstimmen. Pro Wachstumskern kann eine Summe von maximal 150.000 Euro jährlich als Budget beantragt werden. Die Regionalbudgets spielen eine wichtige Rolle für die Ausstrahleffekte der Regionalen Wachstumskerne auf ihr Umland.

Bisher wurde für 14 der 15 Regionalen Wachstumskerne ein GRW-Regionalbudget bewilligt. Einige Wachstumskerne setzen bereits ein zweites Regionalbudget um.

Brandenburg an der Havel

Cottbus

Eberswalde

Frankfurt (Oder) / Eisenhüttenstadt

Fürstenwalde

Luckenwalde

Neuruppin

Oranienburg-Hennigsdorf-Velten

Potsdam

Prignitz

Schwedt/Oder

Westlausitz

Das GRW-Regionalmanagement unterstützt die RWK, komplexe und langwierige Wirtschaftsprojekte umzusetzen. Für einen Zeitraum von drei Jahren ist eine Förderung von bis zu 200.000 Euro jährlich bei einem Fördersatz von 75 Prozent möglich.

Förderberechtigt sind Gemeinschaftsprojekte von Wachstumskernen und ihren Umlandkreisen. Die inhaltlichen Schwerpunkte müssen den struktur- und wirtschaftspolitischen Prioritäten des Ministeriums für Wirtschaft und Energie entsprechen. Förderwürdig sind insbesondere Projekte, die zur Regionalisierung der Clusterstrategie beitragen.

Die Fördermittel sollen auf ein bis zwei inhaltliche Schwerpunkte konzentriert werden und müssen sich aus den Standortentwicklungskonzepten ableiten lassen. Umsetzungsorientierung soll dabei im Vordergrund stehen. Machbarkeitsstudien, Konzepte, allgemeine Untersuchungen etc. dürfen nur eine ergänzende und unterstützende Rolle spielen. Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) muss im Rahmen der Antragstellung versichern, dass das Regionalmanagement-Vorhaben kompatibel mit den Master-/Umsetzungsplänen der Cluster ist und die dort vorgesehenen Maßnahmen ergänzt, erweitert oder vertieft.

Bewilligte Regionalmanagements:

Neuruppin