Windrad und Landschaft Bildquelle: b1-foto, Pixabay

Erneuerbare Energien

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist zentraler Bestandteil der Energiestrategie 2030.


Anders als die Nutzung von fossilen Energieträgern rufen Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie keine direkten CO2-Emissionen hervor. Das macht sie zum Schlüssel für eine erfolgreiche Klimapolitik.

Darüber hinaus trägt die dezentrale Energieerzeugung (als Gegenstück zu zentralen Großkraftwerken, die nur einigen wenigen Regionen zugutekommen) zur regionalen Wertschöpfung bei. Sie schafft neue Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Forschung. Werden heimische Energiequellen stärker genutzt, verringert sich die Abhängigkeit, fossile Energieträger nach Deutschland importieren zu müssen.

Vorreiter bei den erneuerbaren Energien

Die Landesregierung von Brandenburg hat bereits frühzeitig die Energiewende als Aufgabe angenommen und den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben. So erhielt das Bundesland in den Jahren 2008, 2010 und 2012 in seiner Vorreiterrolle den Leitstern für den Ausbau erneuerbarer Energien. 

Zahlen und Fakten

Zwei Drittel des Stromverbrauchs in Brandenburg werden rechnerisch mittlerweile aus erneuerbaren Energien gedeckt. Mit aktuell rund 3.500 Windenergieanlagen, 31.500 Photovoltaikanlagen sowie über 500 Biomasseanlagen kann Brandenburg im bundesweiten Vergleich die höchste installierte elektrische Leistung aus erneuerbaren Energien pro Einwohner vorweisen.

Darüber hinaus befinden sich in Brandenburg insgesamt rund 10.000 Wärmepumpen, 20.000 solarthermische Systeme, über 30 große Heizkraftwerke und Heizwerke. Zahllose kleine Holzheizkessel in privaten Haushalten tragen zusammen mit einem Anteil von rund 13 Prozent zur Wärmeversorgung in Brandenburg bei.

Aufgaben im Rahmen der Energiewende

Die rasante Entwicklung der letzten Jahre bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Das gilt besonders für die Stromversorgung. So ist die Systemintegration von volatilen Windenergie- und Photovoltaikanlagen vielerorts an ihre physikalischen Grenzen gelangt. Denn Solar- und Windkraft sind schwankende Energieträger. Ihre Leistung ist von Tages- und Jahreszeit sowie dem Wetter abhängig und daher nicht immer planbar. Den Netzausbau mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu synchronisieren, stellt zukünftig eine zentrale politische und technologische Aufgabe dar. Kosten müssen sozialverträglich verteilt werden, ohne gerade die energieintensiven Industrien in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Nur eine starke Bürgerbeteiligung sichert die Akzeptanz für die Energiewende in der Bevölkerung.