Tagebau Welzow Foto: Claudia Lippert

Energie- und Rohstoffland Brandenburg

Mehr als ein Zehntel der in Deutschland verbrauchten Energie wird in Brandenburg produziert. Mit einem Mix aus erneuerbarer und konventioneller Energie ist Brandenburg verlässlicher Lieferant von bezahlbarem und umweltverträglichem Strom aus heimischen Quellen.


Die brandenburgische Landesregierung hat früh die Zeichen der Energiewende erkannt und den Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben. So wurden bereits ab 1990 durch das beim Wirtschaftsministerium angesiedelte REN-Programm alle Arten der regenerativen Energieerzeugung gefördert. Im Ergebnis erhielt Brandenburg für seine Anstrengungen in den Jahren 2008, 2010 und 2012 im Vergleich aller Bundesländer den Leitstern für erneuerbare Energien.

Faire Kostenverteilung

Bei der Erzeugung von Wind- und Solarstrom zählt Brandenburg deutschlandweit zu den Spitzenreitern. Damit die hier produzierte Energie verlässlich in die industriellen Verbrauchszentren gelangt, hat sich das Land stets für einen raschen Ausbau der Netzinfrastruktur eingesetzt. Der überdurchschnittliche Ausbau der erneuerbaren Energien und der daraus resultierende Netzausbau führen jedoch zu Netzentgelten, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen. Deswegen setzt sich das Ministerium für Wirtschaft und Energie dafür ein, dass die Kosten der Energiewende fair und gerecht verteilt werden. Mit einer eigenen Richtlinie zur Speicherförderung will das Ministerium zudem Impulse für den Erfolg der Energiewende geben, um die Schwankungen bei der Erzeugung von Wind- und Solarstrom zu überbrücken.

Umsetzung

Das energie- und industriewirtschaftliche Rückgrat des Landes ist das Lausitzer Braunkohlerevier. Hier wird im modernsten Kraftwerkspark Europas sicher und zuverlässig 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr Strom erzeugt. Das können die Erneuerbaren noch nicht leisten. Daher setzt die 2012 von der Landesregierung beschlossene Energiestrategie 2030 Schwerpunkte bei der Systemintegration der erneuerbaren Energieträger sowie bei der Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Derzeit wird die Energiestrategie 2030 evaluiert und an den aktuellen Rechtsrahmen auf Bundesebene angepasst.

Die oftmals als „Streusandbüchse“ bezeichnete Mark Brandenburg verfügt über viele hochwertige Rohstofflagerstätten. Baurohstoffe wie Kalkstein, Kiese und Sande, Schotter und Split sowie Ton werden zu vielfältigen Produkten verarbeitet und europaweit vertrieben. Brandenburger Quarzsande sind ein wichtiger Rohstoff in der Glasindustrie. Die klein- und mittelständisch geprägte Industrie der Rohstoffwirtschaft wird vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus betreut, einer nachgeordneten Behörde des Ministeriums für Wirtschaft und Energie.